Hildener Jazztage

25. HILDENER JAZZTAGE “Rhythm saves the world”

17. – 22. August 2021

Rhythm saves the world ist zugleich Motto und Statement für das 25-jährige Jubiläum der Hildener Jazztage – angelehnt an einen Titel von Louis Armstrong. Jazz steht schon immer für das Zusammenwirken von Musikern aus allen Teilen der Welt, die sich ergänzen und voneinander lernen. Im Jazz verschmelzen Musikkulturen – zu einer Melange. Deshalb betont das Festival gerade in Zeiten der Pandemie die Botschaft dieser Stilistik: Offenheit, Toleranz und kulturelle Vielfalt.

Neuer Veranstaltungsort:
Wegen Covid-19 finden in diesem Jahr je nach Wetterlage alle Veranstaltungen Open Air und im “Caelo Konzertzelt” statt.

Veranstaltungszelt / Openair
Firmen Parkplatz Caesar & Loretz GmbH

Auf dem Sand Nr. 24.-28, 40721 Hilden
(zwischen den Firmen Mercedes Niederlassung und Volvo

ZUM VERANSTALTER GEHT ES HIER

KÜNSTLER*INNEN:

August Zirner & das Spardosen-Terzett

Dienstag, 17. August 20.00 Uhr

Accordion Affairs

Mittwoch, 18. August 19.00 Uhr

SHINKARENKO JAZZ 4

Mittwoch 18. August 2021 um 20.30 Uhr

Martin Sasse / Gerd Dudek Quartett

Donnersstag, 19. August 19.00 Uhr

Tutu Puoane & Band

Donnerstag, 19. August 20.30 Uhr

Rückert, Tiedemann, Plate, Netta Quartett

Freitag, 20. August 19.00 Uhr

The Kuti Mangoes “Afrotropism”

Freitag, 20. August 20.30 Uhr

„Five Birds and Strings“

Samstag, 21. August 16.30 Uhr

Jazzpool NRW “Canzone”

Samstag, 21. August 18.30 Uhr

Joe Kraus & Band

Samstag, 21. August 20.30 Uhr

Cécile Verny Quartet

Sonntag, 22. August 15.00 Uhr

Jin Jim

Sonntag, 22. Juni 17.00 Uhr

25 Jahre Hildener Jazztage

Eine märchenhafte Erfolgsstory

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…(Hermann Hesse)

Es war einmal ein junger Schlagzeuger, der mit seinem Jazztrio in Hilden spielen wollte: Peter Baumgärtner bat die damalige Chefin des Hildener Kulturamtes, Monika Doerr, um Erlaubnis, ein kleines Konzert geben zu dürfen. Jeder, der mit Peter, meinem Mitstreiter in unserer Agentur Sensitive Colours über Jazz spricht, spürt sofort diese Begeisterung, mit der er für seine Musik brennt. So muss es auch Monika Doerr gegangen sein. Aufmerksam hörte sie ihm zu, und fragte ihn dann völlig überraschend: “Können Sie sich vorstellen, in Hilden ein Jazzfestival auf die Beine zu stellen?” Und ob er sich das vorstellen konnte. Voller Tatendrang verließ er das Kulturamt, sprach mit seiner Frau, sprach mit mir. Danach war klar: Wir schaffen das. Man schrieb das Jahr 1996. Die Sendung mit der Maus wurde 25, die Bravo vierzig, der Bikini fünfzig. Und die Welt war um ein Ereignis reicher: Die Hildener Jazztage waren geboren!

Wenn ich heute an die Historie unseres Festivals zurückdenke, fallen mir zahlreiche außergewöhnliche Situationen und Erlebnisse ein. Schon bei unserem Debüt passierte Unvorhergesehenes: Auf dem Altmarkt, wo ein Konzert stattfinden sollte, fuhr ein Auto gegen ein Wasserstandsrohr – eine riesige Fontäne schoss in den Himmel. Na toll. Ich zog also meine Klamotten aus, stellte mich in den Wasserstrahl und schloss das Rohr. Wie genau, weiß ich nicht mehr. Aber dass es verdammt kalt war, daran erinnere ich mich genau. Oder an Hiram Bullock, ein schwergewichtiger US-Gitarrist, der während seines Gigs auf die Bierzeltgarnituren kletterte. Nichts passierte, gottseidank. Aber da kann einem als Veranstalter schon mal Angst und Bange werden.

Viel ist seitdem geschehen. Neben dem Festival entstand in Hilden die Jazzakademie, der Montagsjazz im Blue Note und die Jazzreihe in der Capio Klinik im Park. Wir waren „nachhaltig“ bevor es das Wort „nachhaltig“ überhaupt gab.

Hilden mauserte sich zu einer kleinen, aber „feinen Adresse“ (Welt am Sonntag) für den Jazz in NRW und darüber hinaus. Und nun steht ein großes Jubiläum an: Die Hildener Jazztage finden in diesem Jahr zum 25. Mal statt! Wir bedanken uns ganz herzlich: Bei Monika Doerr, bei den Sponsoren, bei den Musikern, bei unserer treuen Fangemeinde; ohne diese großartige Jazz-Family könnten wir dieses Jubiläum jetzt nicht feiern. Ihr Zusammenwirken hat es ermöglicht, legendäre Auftritte von internationalen Stars in Hilden erleben zu dürfen. Ich denke da an mitreißende Konzerte wie das des “Punk-Geigers” Nigel Kennedy, erinnere mich an Chester Thompson, an Bob Mintzer, Herbie Mann, die WDR Big Band mit Randy Brecker, und an den leider 2013 verstorbenen Paul Kuhn, um nur einige zu nennen. Zu Trommelmagier Billy Cobham kamen sogar Journalisten aus Japan; auf einen Schlag waren die Hildener Jazztage im Land der aufgehenden Sonne bekannt. Neben den großen Namen, die in Hilden schon zu Gast waren, haben wir immer auch Newcomer auf die Bühne gebeten. So manche Karriere startete bei den Hildener Jazztagen, stellvertretend seien hier die Wasserfuhr Brüder genannt. Darüber freuen wir uns ganz besonders.

Und eine weitere Anekdote: Ein Freund macht seine Hochzeitsreise nach New York. Seine Frau und er sitzen abends in einem kleinen Club mit Livemusik. Sie kommen nach dem Auftritt mit den Musikern ins Gespräch, und es stellt sich heraus, dass die Band im Jahr zuvor in Hilden gespielt hat. So gäbe es noch unendlich viele Geschichten rund um die Hildener Jazztage zu erzählen. Aber wir wollen ja kein Buch schreiben. Jedenfalls noch nicht.

Doch ohne das Vertrauen und die partnerschaftliche Unterstützung seitens der Stadt Hilden, des Landes NRW, den ortsansäsisgen Sponsorpartnern unserer Technikfirma Pientak und Thun, den vielen Helfern an den Kassen und beim Auf-sowie Abbau der Technik und auch ohne Sie, unserem Publikum, wären wir heute nicht da wo wir sind. Beim Jubiläum und der 25. Auflage der Hildener Jazztage. Dafür bedanken wir uns bei allen, die uns die Treue gehalten haben und hoffentlich noch halten werden.

Vielen Dank auch im Namen von Peter Baumgärtner
und dem zweiten Master of Ceremonies Uwe Muth

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