Georges Braque: Erfinder des Kubismus

Kategorien

Datum

Fr. 26. November 2021

Zeit

Sa., So. & Feiertag ab 11 Uhr / Mo. zu
10:00 - 18:00

Kosten

12 / erm. 10 / Student 6 / kinder 6 bis 17 Jahre 2,50
 Ausstellung im K20
25.9.2021 — 23.1.2022

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen würdigt den in Deutschland bislang zu wenig beachteten Georges Braque als bahnbrechenden Künstler der französischen Avantgarde. Die Ausstellung konzentriert sich auf die wichtigsten Jahre seines Schaffens, auf das besonders spannende und ereignisreiche Frühwerk zwischen 1906 und 1914. Sie folgt dieser Faszination und verortet Braques künstlerische Phasen in den historischen Kontext. Filme und dokumentarische Materialien werden mit einbezogen, um den Zusammenhang zwischen der Dynamisierung des Alltags und der ästhetischen Formentwicklung in der bildenden Kunst erfahrbar werden zu lassen, aber auch um die Diskrepanz zwischen den visuellen Neuerungen der Vorkriegszeit und der medialen Bilderflut, in der wir heute leben, zu begreifen.


Anonym, Porträt Georges Braque, ca. 1906–1907, Silbergelatine Abzug, Archives Quentin Laurens


Von Braque gibt es keine theoretischen Abhandlungen, kaum Schriftverkehr mit gleichgesinnten Künstlern. Wer war Georges Braque? Was macht ihn einzigartig innerhalb der Avantgarde am Pariser Montmartre? Braque war radikal im malerischen Ausdruck, stets im Zentrum der Ereignisse. Doch anders als seinen Freund Picasso, den virtuosen, temperamentvollen und sprunghaften Spanier, schildern seine Zeitgenossen den jungen Braque als bedächtig, verlässlich und von großer Intensität. Dem äußerst innovativen, aber „ruhigen, langsam arbeitenden Normannen“ wird in Kunst- und Sammlerkreisen Vertrauen geschenkt. Für Guillaume Apollinaire war Braque sogar der „Patron“ der modernen Kunst! Der Freund und Dichter wies ihm diese sicherlich zwiespältige Rolle bereits 1912 zu. Für ihn war Braque der „Schutzheilige“, der „Prüfstein“ des Kubismus, und er sollte es bis zum Lebensende bleiben. Selbst viele Jahrzehnte später bekräftigt der renommierte deutsche Kunsthistoriker Gottfried Sello nach dem Tod Braques im Jahr 1963 diese Sichtweise: „Für Frankreich bedeutet Braque den Garanten künstlerischer Kontinuität. Er hat es fertiggebracht, seine Nation `en bloc´ von der modernen Malerei zu überzeugen.“ Ausstellung und Katalog versuchen die Liste der Zuschreibungen kritisch zu hinterfragen und damit näher an den wahren Georges Braque heranzukommen.


Besucherservice
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service@kunstsammlung.de
Montag – Donnerstag 10 – 17 Uhr
Freitag 10 – 13 Uhr

 


Jeden 1. Mittwoch, KPMG-Kunstabend; Eintritt frei

*Beitragsbild: Georges Braque, Landschaft von l’Estaque, 1907, Öl auf Leinwand, 60,3×72,7 cm ©bpk / The Art In-stitute of Chicago / Art Resource, NY und VG Bild-Kunst, Bonn 2021


K20

Location

K20
Grabbeplatz 5, 40213 Düsseldorf
Website
https://www.kunstsammlung.de

Veranstalter

Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
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