Hass / Μίσος / Ură
Theater & Kleinkunst

Hass / Μίσος / Ură

Freitag, 23. Oktober

19:30

Theater an der Ruhr

Mülheim an der Ruhr

Ab 18,00 €

Buchen

Das Wichtigste in Kürze

Hass / Μίσος / Ură findet am 23.10.2026 in Theater an der Ruhr in Mülheim an der Ruhr statt. Beginn ist um 19:30 Uhr. Tickets ab 18,00 €. Veranstaltung aus der Kategorie Theater & Kleinkunst.

Über diese Veranstaltung

nach dem Film »La Haine« von Mathieu KassovitzRückbank eines Citroën. Die Stirn an die kalte Seitenscheibe gelehnt, der Blick streift die Leuchtschrift an der Fassade eines Plattenbaus: »Ich sehe was, was du nicht siehst.«La Haine (1995) von Mathieu Kassovitz ist ein Film über Stillstand und Explosion zugleich: 24 Stunden im Leben dreier junger Männer, gefangen zwischen banlieue, Polizeigewalt und der ständigen Drohung sozialer Auslöschung. Der Film erzählt von Freundschaft und Wut, von Ohnmacht, Perspektivlosigkeit und der Frage, wie Gewalt entsteht – und weitergegeben wird. Das berühmte Zitat »bis hier hin läuft alles gut« hallt bis heute nach: als Mantra des Verdrängens in einer Gesellschaft im freien Fall.Die internationale Kooperation mit der griechischen Theatercompany Spectrum Amke nimmt La Haine als Ausgangspunkt, um gegenwärtige Formen des Lebens am Rand der Gesellschaft zu untersuchen. Neu geschriebene Texte aus dem Masterstudiengang »Professionelles Schreiben« der Friedrich-Schiller-Universität Jena übertragen Motive, Figuren und Konflikte des Films in die heutige Realität der Jenaer Peripherie. Es entstehen Szenen von Jugendlichen zwischen Herkunft und Herkunftslosigkeit, zwischen Plattenbau und globalen Bilderströmen, zwischen gesellschaftlicher Unzufriedenheit und dem Erstarken autoritärer und faschistischer Denkweisen. Der eigens für die Inszenierung entwickelte Hip-Hop-Soundtrack des Künstlers Sorbas knüpft an die musikalische DNA von »La Haine« an, in dem Rap als Stimme der Straße, als Ausdruck von Widerstand und Selbstbehauptung eine zentrale Rolle spielt.Dabei geht es nicht um eine Nacherzählung des Films, sondern um seine Aktualisierung: Was bedeutet Hass heute? Wer darf sprechen, wer wird gehört, wer verschwindet aus dem Bild? Wie verändern sich Gewalt, Widerstand und Solidarität in einer Zeit sozialer Medien, verschärfter Ausgrenzung und politischer Radikalisierung?Besetzung:Konzept, Bühne, Regie: Daniele SzeredyKonzept, Dramaturgie: Josef BäckerVideo: Gelly PedefuLive-Musik: Simon Schwan (Sorbas)Kostüm: Shayenne Di MartinoRegieassistenz: Ioanna LioutsiaAusstattungsassistenz: Lenni HoferProduktionsleitung: Maria BornhornEs spielen: Ioana Nițulescu, Anna Maria Papaioannou, Florian Thongsap WelschDie ZwischenStücke sind eine Kooperation der Mülheimer Theatertage mit der Stadtbibliothek und dem Theater an der Ruhr.auf Deutsch, Rumänisch und Griechisch – mit deutschen und englischen ÜbertitelnAltersempfehlung: ab 16 Jahre

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