»Die Leere und das gezeichnete Ich«. Eine persönliche Annäherung an Gottfried Benn von Volker Neupert
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Übersicht

Nur zwei Dinge


Durch so viel Formen geschritten,

durch Ich und Wir und Du,

doch alles blieb erlitten

durch die ewige Frage: wozu?


Das ist eine Kinderfrage.

Dir wurde erst spät bewußt,

es gibt nur eines: ertrage

– ob Sinn, ob Sucht, ob Sage –

dein fernbestimmtes: Du mußt.


Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere,

was alles erblühte, verblich,

es gibt nur zwei Dinge: die Leere

und das gezeichnete Ich.


(1953, aus: Gottfried Benn: Sämtliche Werke, Stuttgarter Ausgabe. Band l: Gedichte 1. Klett-Cotta, Stuttgart 1986)


Am 7. Juli 1956 starb der 1886 in Mansfeld als Sohn eines Pfarrers geborene Arzt und Lyriker Gottfried Benn im Alter von 70 Jahren in Berlin – im selben Jahr wie sein Antipode Bertolt Brecht.


Aus Anlass des 70. Todestages möchten wir den Versuch unternehmen, diesem expressiven, formverliebten Dichter, der sich politisch schrecklich irrte, ein wenig näher zu kommen, obwohl er, distanziert wie er war, sich dem sicherlich entzogen hätte.Und so wollen wir ihm, der in seinen Gedichten einen ganz besonderen Sound setzte, den man sich bis heute schwer entziehen kann, denn auch ganz ohne literaturwissenschaftlichen Deutungsanspruch als im besten Sinne sein Werk liebende Amateure begegnen.    

 

Info: Volker Neupert, volker.neupertrespekt-und-mutde, Mobil: 0152/55823791


Eine Veranstaltung von Düsseldorfer Beiträge »Respekt und Mut« in Kooperation mit der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus 

»Die Leere und das gezeichnete Ich«. Eine persönliche Annäherung an Gottfried Benn von Volker Neupert

Aus Anlass des 70. Todestages möchten wir den Versuch unternehmen, diesem expressiven, formverliebten Dichter, der sich politisch schrecklich irrte, ein wenig näher zu kommen, obwohl er, distanziert wie er war, sich dem sicherlich entzogen hätte.Und so wollen wir ihm, der in seinen Gedichten einen ganz besonderen Sound setzte, den man sich bis heute schwer entziehen kann, denn auch ganz ohne literaturwissenschaftlichen Deutungsanspruch als im besten Sinne sein Werk liebende Amateure begegnen.

von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus Vorträge & Gespräche Eintritt frei

Eintritt frei

Wo

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus
Bismarckstraße 90 40210
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, Germany

Wann

22/Sep/2026 19:00 - 22/Sep/2026 20:30

»Die Leere und das gezeichnete Ich«. Eine persönliche Annäherung an Gottfried Benn von Volker Neupert
© Gottfried Benn ca. 1951; Zeichnung von Tobias Falberg 2005.

»Die Leere und das gezeichnete Ich«. Eine persönliche Annäherung an Gottfried Benn von Volker Neupert

Aus Anlass des 70. Todestages möchten wir den Versuch unternehmen, diesem expressiven, formverliebten Dichter, der sich politisch schrecklich irrte, ein wenig näher zu kommen, obwohl er, distanziert wie er war, sich dem sicherlich entzogen hätte.Und so wollen wir ihm, der in seinen Gedichten einen ganz besonderen Sound setzte, den man sich bis heute schwer entziehen kann, denn auch ganz ohne literaturwissenschaftlichen Deutungsanspruch als im besten Sinne sein Werk liebende Amateure begegnen.

von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus Vorträge & Gespräche Eintritt frei

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Durch so viel Formen geschritten,

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doch alles blieb erlitten

durch die ewige Frage: wozu?


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es gibt nur eines: ertrage

– ob Sinn, ob Sucht, ob Sage –

dein fernbestimmtes: Du mußt.


Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere,

was alles erblühte, verblich,

es gibt nur zwei Dinge: die Leere

und das gezeichnete Ich.


(1953, aus: Gottfried Benn: Sämtliche Werke, Stuttgarter Ausgabe. Band l: Gedichte 1. Klett-Cotta, Stuttgart 1986)


Am 7. Juli 1956 starb der 1886 in Mansfeld als Sohn eines Pfarrers geborene Arzt und Lyriker Gottfried Benn im Alter von 70 Jahren in Berlin – im selben Jahr wie sein Antipode Bertolt Brecht.


Aus Anlass des 70. Todestages möchten wir den Versuch unternehmen, diesem expressiven, formverliebten Dichter, der sich politisch schrecklich irrte, ein wenig näher zu kommen, obwohl er, distanziert wie er war, sich dem sicherlich entzogen hätte.Und so wollen wir ihm, der in seinen Gedichten einen ganz besonderen Sound setzte, den man sich bis heute schwer entziehen kann, denn auch ganz ohne literaturwissenschaftlichen Deutungsanspruch als im besten Sinne sein Werk liebende Amateure begegnen.    

 

Info: Volker Neupert, volker.neupertrespekt-und-mutde, Mobil: 0152/55823791


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Wo

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus
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Wann

22/Sep/2026 19:00 - 22/Sep/2026 20:30