Klimakatastrophe, KI-Revolution, Kriege – die Welt scheint aus den Fugen geraten. Angesichts der großen Herausforderungen blicken westliche Gesellschaften immer pessimistischer in die Zukunft und verlieren das Vertrauen in die liberale Demokratie. Während sich viele Menschen nostalgisch in eine verklärte Vergangenheit zurücksehnen, boomt der Markt für Hoffnungsliteratur, die auf das vermeintlich „richtige Mindset“ setzt: Positives Denken wird als Antwort auf das kollektive Unbehagen angepriesen. Zwischen Tech-Utopien und Weltuntergangsangst verlieren wir aus dem Blick, was eigentlich möglich wäre: eine nüchterne und zugleich zuversichtliche Art, die Zukunft als offenen Möglichkeitsraum zu betrachten. Doch wie lässt sich heute vernünftig über die Zukunft sprechen, wenn Prognosen unzuverlässig und Entwicklungen kaum absehbar sind? Was macht es mit einer Gesellschaft, wenn die Zuversicht auf ein besseres Morgen verloren geht? Was bleibt übrig von den Fortschrittsverheißungen der Aufklärung?
Florian Chefai wird diesen Fragen aus der Perspektive des Kritischen Rationalismus nachgehen, wie er unter anderem von den Philosophen Karl Popper und Hans Albert entwickelt wurde. Er zeigt, dass eine offene Gesellschaft nicht auf Gewissheiten, sondern auf Lernfähigkeit und dem Mut zur Vergänglichkeit gründet – und gerade darin ihre Widerstandskraft gegenüber den Krisen der Gegenwart finden kann.
Mi 10.06.2026, 19:00
Sprache:Deutsch
Preis:5 € / erm. 2 €
Mehr Info: https://www.fft-duesseldorf.de/spielplan/die-offene-zukunft-und-ihre-freunde
Gespräch von Florian Chefai im Rahmen von Humanistischer Salon
von FFT Düsseldorf Vorträge & Gespräche
FFT Düsseldorf
Konrad-Adenauer-Platz 1 40210
Düsseldorf,
Nordrhein-Westfalen,
Germany
10/Jun/2026 19:00
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Klimakatastrophe, KI-Revolution, Kriege – die Welt scheint aus den Fugen geraten. Angesichts der großen Herausforderungen blicken westliche Gesellschaften immer pessimistischer in die Zukunft und verlieren das Vertrauen in die liberale Demokratie. Während sich viele Menschen nostalgisch in eine verklärte Vergangenheit zurücksehnen, boomt der Markt für Hoffnungsliteratur, die auf das vermeintlich „richtige Mindset“ setzt: Positives Denken wird als Antwort auf das kollektive Unbehagen angepriesen. Zwischen Tech-Utopien und Weltuntergangsangst verlieren wir aus dem Blick, was eigentlich möglich wäre: eine nüchterne und zugleich zuversichtliche Art, die Zukunft als offenen Möglichkeitsraum zu betrachten. Doch wie lässt sich heute vernünftig über die Zukunft sprechen, wenn Prognosen unzuverlässig und Entwicklungen kaum absehbar sind? Was macht es mit einer Gesellschaft, wenn die Zuversicht auf ein besseres Morgen verloren geht? Was bleibt übrig von den Fortschrittsverheißungen der Aufklärung?
Florian Chefai wird diesen Fragen aus der Perspektive des Kritischen Rationalismus nachgehen, wie er unter anderem von den Philosophen Karl Popper und Hans Albert entwickelt wurde. Er zeigt, dass eine offene Gesellschaft nicht auf Gewissheiten, sondern auf Lernfähigkeit und dem Mut zur Vergänglichkeit gründet – und gerade darin ihre Widerstandskraft gegenüber den Krisen der Gegenwart finden kann.
Mi 10.06.2026, 19:00
Sprache:Deutsch
Preis:5 € / erm. 2 €
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